AN.ON-Next – Anonymität Online der nächsten Generation

Kurzbeschreibung

AN.ON-Next ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Bekanntmachung "Datenschutz: selbstbestimmt in der digitalen Welt" gefördertes Projekt, das Lösungen in verschiedensten Themengebieten rund um die Nutzung des Internets erarbeitet.

Ziele sind die Gestaltung effizienterer datenschutzfreundlicher Lösungen, die die Dienstqualität kaum spürbar einschränken und keine oder wenig Mitwirkung auf Seiten der Nutzer erfordern. Die Prozesse zur Anonymisierung sollen daher so weit wie möglich in die Internet-Infrastruktur verlagert werden und für den Endanwender ohne eigenes Zutun im Hintergrund aktiv werden. Ein solcher Basis-Schutz wäre gegenüber der aktuellen Gestaltung bereits eine maßgebliche Verbesserung. Weiteres Ziel ist die eine größere Transparenz sowie die Nachvollziehbarkeit des tatsächlich erreichten Schutzes für die einzelnen Teilnehmer.

Das ULD bearbeitet im Projekt die datenschutzrechtlichen Fragen und die Entwicklung entsprechender Lösungskonzepte, um auf Rechtssicherheit aus Anbieter- und Anwendersicht hinzuwirken. Bereits 2006 hat das ULD am Projekt AN.ON - Anonymität-Online mitgewirkt. Die damals gefundenen rechtlichen Ergebnisse sind im Lichte der rasanten Entwicklungen sowohl im politischen Bereich (z.B. Snowden-Enthüllungen, NSA-Skandal), in der Technik (Big Data, optimierte Methoden zur Profilbildung) als auch im Rechtlichen (Verabschiedung der EU-Datenschutz-Grundverordnung) nunmehr grundlegend neu zu bewerten.

Projektblatt

Projektstart:

1. Januar 2016

Projektdauer:

36 Monate

Projektende:

31. Dezember 2018

Projektförderung:

Das Projekt wird im Rahmen des  Forschungsprogramms für IT-Sicherheit „Selbstbestimmt und sicher in der digitalen Welt“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Projektwebseite:

https://www.anon-next.de/
Veranstaltungen:

November 2016, W. Felber - "Selbstdatenschutz und datenschutzfördernde Technologien" (Schwerpunkt Anonymisierungstechniken), Veranstaltung zum Selbstdatenschutz für Bürger, Windbergen.

November 2016, H. Zwingelberg - "Identitätsmanagement, Tipps und Tools zum Selbstdatenschutz" (Schwerpunkt: praktische Tipps zur schnellen Umsetzung), Veranstaltung zum Selbstdatenschutz für Bürger, Windbergen.

Dezember 2016, "Erweiterung des Anwendungsbereiches der ePrivacy Verordnung auf interpersonelle Kommunikationsdienste - Einstufung von Anonymisierungsdiensten als Telekommunikations- oder Telemediendienst", Ergebnisse der ersten Analyse des am 12.12.16 öffentlich gewordenen Entwurfs.

März 2017, GI-Workshop "EU-DSGVO - Wie sicher ist der neue Datenschutz?" mit Vortrag Zwingelberg, "PETs und das neue Datenschutzrecht", Frankfurt.

2017, Beruhend auf Vorarbeiten aus AnOn-Next und AppPETs die Beiträge von Felber in Engeler/Felber, "Entwurf der ePrivacy-VO aus der Perspektive der aufsichtbehördlichen Praxis", deutsche Fassung abgedruckt in ZD 2017, 251 und als kostenfreier Sonderdruck in englischsprachiger Übersetzung (extern).

20. September 2017, Susan Gonscherowski, Eva Schedel „Paranoia, Bürgerrechte und das Internet“, Vortrag im Rahmen der Digitalen Woche Kiel 2017.

Juli 2018, Unabhängiges Landezentrum für Datenschutz, "Projekt AN.ON-Next – praktikable und rechtssichere Anonymität im Internet ", Beitrag zum Projekt im Tätigkeitsbericht 2017 des ULD.

Mai 2019, Projekt "AN.ON-Next  – praktikable und rechtssichere Anonymität im Internet", Beitrag zum Projekt im Tätigkeitsbericht 2019 des ULD.