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Big Data: Informationelle Fremd- oder Selbstbestimmung?!

Sommerakademie 2013
am Montag, 26. August 2013, ATLANTIC Hotel Kiel

„Big Data“ steht für besonders große Datenmengen, die über das Internet und anderweitig gesammelt, verfügbar gemacht und ausgewertet werden. Viele der Daten sind personenbezogen. Sie lassen sich herausgelöst aus den ursprünglichen Erhebungskontexten zu beliebigen Zwecken nutzen, z. B. um statistische Trends zu erkennen.

„Big Data“ steht für völlig neue Chancen − für neue soziale, ökonomische, wissenschaftliche Erkenntnisse, die dazu beitragen können, die Lebensbedingungen in unserer komplexen Welt zu verbessern.

„Big Data“ steht auch für neue Risiken − für die Möglichkeit des informationellen Machtmissbrauchs durch Manipulation, Diskriminierung und Unterdrückung: Werden große Mengen von Daten von privaten oder staatlichen Stellen zusammengeführt und ohne demokratische Legitimation und Kontrolle verwendet, so kann dies ökonomisch zu informationeller Ausbeutung, aber auch zu massiver Verletzung informationeller Grundrechte der Menschen und damit zur Gefährdung von deren Freiheitsrechten führen. Alles wäre mit allem kombinier- und dann auswertbar: Angaben über Finanztransaktionen, Bonität, medizinische Behandlung, privater Konsum, Berufstätigkeit, aus der Internetnutzung von elektronischen Karten und Smartphones, aus der Video- oder der Kommunikationsüberwachung.

Ob Google, Apple oder Facebook, ob Polizei, Finanzbehörden oder Geheimdienste, ob Krankenkassen, Arbeitgeber, Versicherungen, Banken oder Versandhandelsunternehmen − Zugriff und Nutzung auf die von den Menschen alltäglich generierten Daten müssen nach legitimierten Regeln erfolgen, insbesondere, wenn dies in ein individuelles Scoring, Tracking oder Profiling einfließt. Zugleich müssen Regeln der Datentransparenz abgeleitet, festgelegt und umgesetzt werden.

Programm:

Grußwort
Ralph Müller-Beck, Staatssekretär für Arbeit und Technologie, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein

 

 

Wer hat Angst vor großen Daten?
Dr. Thilo Weichert

 

 

 

Big Data für die Wirtschaft − und der Datenschutz?
Susanne Dehmel, Bereichsleiterin Datenschutz, BITKOM e. V.

 

 

 

Behavioural Advertising – im Spannungsverhältnis von Persönlichkeitsschutz und zielgenauer Werbeansprache
Stephan Noller, Vorstand nugg.ad

 

 

Technische Datenschutz-Lösungen bei der Analyse großer Datenmengen
Dr. Günter Karjoth, IBM Research – Zurich

 


 

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