Ab dem 25.05.2018 hat sich die Rechtslage geändert. Diese Webseite enthält noch Verweise auf die bisherige Rechtslage. Sie wird fortlaufend aktualisiert.

RISER - Registry Information Service on European Residents

Das Projekt " Registry Information Service on European Residents" (RISER) wird seit März 2004 von der Europäischen Kommission im Rahmen des eTEN-Arbeitsprogramms  " Deploying services for an Information Society for All " gefördert. Im September 2004 soll der Pilot-Betrieb in Deutschland und Österreich online gehen. Im Februar 2006 wurde das Projekt abgeschlossen.

Die Melderegisterauskunft ist eine öffentliche Dienstleistung, die Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen bei Behörden häufig nachfragen – nicht nur in Deutschland, sondern in allen EU-Mitgliedstaaten. Mit Hilfe der Melderregisterauskunft kann eine Anschrift verifiziert oder die aktuelle Adresse einer verzogenen Person ermittelt werden. Unternehmen können etwa die Rücklaufquote ihrer unzustellbaren Korrespondenz verringern und damit Kosten sparen.

RISER wird selbst keine Meldedaten vorhalten und kein europäisches Melderegister aufbauen. Das Projekt leitet Anfragen zu regionalen Melderegistern weiter, die in nahezu allen EU-Mitgliedstaaten von lokalen Behörden geführt werden. Da diese Register jedoch regional unterschiedlich strukturiert sind, ist die grenzüberschreitende Anfrageprozedur oft schwierig, langwierig, aufwändig und so auch kostenintensiv.

Der Aufbau eines Internetservices zur transeuropäischen Adressermittlung und Adressverifizierung ist das Ziel von RISER. Der Service soll Unternehmen, Bürgerinnen und Bürgern über ein mehrsprachiges Web-Portal die Abfrage offizieller Adressinformationen bei den unterschiedlichen europäischen Registern ermöglichen. Eine klare und vereinheitlichte Benutzeroberfläche wird die Abfrage von Adressdaten im europäischen Raum erleichtern.

Ein internationales Konsortium unter Leitung der PSI Aktiengesellschaft für Produkte und Systeme der Informationstechnologie wird den neuen E-Government-Dienst erstellen. Neben Partnern aus Irland, Österreich und Polen sind das ULD, das Fraunhofer-Institut FOKUS und das Landeseinwohneramt Berlin an der Umsetzung beteiligt.

 

Beiträge und Aufsätze