Ab dem 25.05.2018 hat sich die Rechtslage geändert. Diese Webseite enthält noch Verweise auf die bisherige Rechtslage. Sie wird fortlaufend aktualisiert.

PRISE-Projektbeschreibung

PRISE
Grundrechte und Bürgerakzeptanz
für Sicherheitsforschung und -anwendungen

Ziel

Das Projekt PRISE soll zu einer sicheren Zukunft der Europäischen Union im Einklang mit den Grundrechten, insbesondere dem Schutz der Privatsphäre, und den Wünschen der europäischen Bürgerinnen und Bürger beitragen.

Motivation

Die Europäische Union wird im Rahmen ihres 7. Forschungsrahmenprogramms erhebliche Geldmittel für die Erforschung und Entwicklung von Technik und Anwendungen aufwenden, die der inneren Sicherheit dienen. Damit diese neue Technik nicht die Grundrechte und insbesondere den Schutz der Privatsphäre gefährdet, sondern ein Maß zwischen Sicherheit und persönlicher Freiheit findet, das der demokratischen Werteordnung und der Wahrnehmung der europäischen Bürgerinnen und Bürger entspricht, erarbeitet PRISE als vorbereitende Aktivität im Rahmen des PASR-Programms der Europäischen Union Richtlinien und Kriterien für die Sicherheitsforschung und die Anwendung der entwickelten Sicherheitslösungen. Das Projekt wird so die Europäische Union bei der Gestaltung zukünftiger Programme zur Sicherheitsforschung im Sinne ihrer eigenen Grundwerte unterstützen.

Aufgaben

  • Entwicklung von Kriterien und Richtlinien zur grundrechtskonformen Sicherheitsforschung und Technikentwicklung
  • Umsetzung der Ergebnisse in Szenarien zur grundrechts- und insbesondere datenschutzfördernden Gestaltung von Sicherheitsmaßnahmen und -technik
  • Überprüfen dieser Szenarien in partizipativen Technikfolgen-Abschätzungs-Verfahren in unterschiedlichen europäischen Staaten, um zu einer Einschätzung der Wünsche der Bürgerinnen und Bürger zu gelangen
  • Weiterentwicklung der Kriterien und Richtlinien unter Einbeziehung von Anbietern von Sicherheitstechnik, privaten und öffentlichen Anwendern, Gestaltern der Sicherheitspolitik  und von Organisationen, die zur Sicherheitspolitik möglicherweise in Konflikt stehende Interessen vertreten
  • Verbreitung der Ergebnisse bei den für die Gestaltung von Sicherheitstechnik und -anwendungen verantwortlichen Akteuren.

Ergebnisse

Die in PRISE erarbeiteten Kriterien und Leitlinien für die Sicherheits­forschung und daraus resultierende Anwendungen sollen die europäische Sicherheitsindustrie und deren Kunden in die Lage versetzen, Produkte und Dienstleistungen im Einklang mit den Grundwerten der Europäischen Union und den Wünschen ihrer Bürgerinnen und Bürger zu entwickeln und einzusetzen. Dies erhöht die Akzeptanz von Sicherheitsmaßnahmen in der Bevölkerung und damit die Glaubwürdigkeit der Europäischen Union als Wertegemeinschaft. Es fördert überdies die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Sicherheitsindustrie, indem diese darin unterstützt wird, einerseits für den europäischen Markt besonders geeignete Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und andererseits Grundrechtskonformität und Bürgerakzeptanz als Wettbewerbsvorteil international zu vermarkten.

PRISE: Privatsphärenfördernde Gestaltung von Sicherheitsforschung und Sicherheitstechnik – Ein partizipativer Ansatz zur Entwicklung von akzeptablen und akzeptierten Prinzipien für die europäische Sicherheitsindustrie und Sicherheitspolitik

Koordinator:
Institut für Technikfolgen-Abschätzung
Österreichische Akademie der Wissenschaften

Kontakt:
Johann Čas
Tel:         +43 1 51 581 6581
Fax:        +43 1 710 98 83
jcas@oeaw.ac.at">jcas@oeaw.ac.at
WWW:    prise.oeaw.ac.at