Ab dem 25.05.2018 hat sich die Rechtslage geändert. Diese Webseite enthält noch Verweise auf die bisherige Rechtslage. Sie wird fortlaufend aktualisiert.
Montag, 1. März 2010

7: FAQ - Häufig gestellte Fragen

Darf der Administrator des Schulträgers ohne Kenntnis der Schulleiterin oder des Schulleiters Veränderungen an der Konfiguration der Schulverwaltungsrechner vornehmen?

§ 3 Abs. 2 SchulDSVO legt fest, dass die Schulleiterin oder der Schulleiter für die ordnungsgemäße Verarbeitung der personenbezogenen Daten der Schülerinnen, Schüler und Eltern verantwortlich ist. Aus dieser Verpflichtung ergibt sich ein Mitspracherecht hinsichtlich der Beschaffung von Hard- und Software für die Schulverwaltungsrechner. Darüber hinaus sind Änderungen an der Konfiguration der Schulverwaltungsrechner (Änderungen am Betriebssystem, Aufspielen neuer Programme oder Programmupdates, Einbau neuer Hardware usw.) nur mit ihrer oder seiner vorherigen Kenntnis und Einverständnis vorzunehmen, soweit dies die Verarbeitung personenbezogener Daten tangiert. Darüber hinaus ist in jedem Fall das IQSH darüber zu informieren, dass für die Administration der Schulverwaltungs-Rechner primär zuständig ist.

Die Arbeiten an den Schulverwaltungsrechnern sind von der hiermit beauftragten Person zu protokollieren (vgl. § 8 Abs. 5 DSVO zu § 5 Abs. 3 LDSG) Dabei ist es unerheblich, ob eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter des Schulträgers diese Arbeiten vornimmt oder eine von der Schulleiterin oder dem Schulleiter unterstellte Person (z. B. eine Lehrkraft). Es ist dabei nach Möglichkeit sicherzustellen, dass diese Person keine Kenntnis von den gespeicherten personenbezogenen Daten nehmen kann. Lässt sich dies auf Grund der Systemkonfiguration nicht vermeiden, sollten die Arbeiten am Schulverwaltungsrechner nur in Anwesenheit eines Verantwortlichen erfolgen. In jedem Fall muss eine Kontrolle durch die verantwortliche Stelle möglich sein.

Für weitere Informationen zum Thema: Die Schule als Daten verarbeitende Stelle im Sinne von § 3 Abs. 2 LDSG