Ab dem 25.05.2018 hat sich die Rechtslage geändert. Diese Webseite enthält noch Verweise auf die bisherige Rechtslage. Sie wird fortlaufend aktualisiert.
Mittwoch, 2. Juli 2014

7: FAQ - Häufig gestellte Fragen

Bei Beginn des neuen Schuljahres soll allen Eltern eine klasseninterne Telefonliste zur Verfügung gestellt werden. Was ist dabei zu beachten?

Oft wird zum Schuljahresbeginn in den Klassen, meist beim ersten Elternabend, eine Telefonkettenliste verteilt, um die Eltern über Stundenausfall oder andere Ereignisse informieren zu können. Im Fall eines solchen Ereignisses wird von der Schule die erste Telefonnummer angerufen und von dort verständigen sich dann die Eltern untereinander. Auch werden diese Listen verwendet, um den Kontakt zwischen den Mitschülerinnen und -schülern zu verbessern. Mittlerweile wird diese Liste auch durch E-Mail-Adressen der Eltern ergänzt.

Die Daten für eine solche Telefonliste werden meistens von den Schulen anhand der Klassenliste erstellt und dann von den Lehrkräften verteilt. Hierbei handelt es sich seitens der Schule um eine Datenübermittlung an private Stellen (die Eltern), die gem. § 30 Abs. 3 SchulG der schriftlichen Einwilligung der Eltern bedarf.

Die Erfahrungen zeigen, dass viele Schulen hierbei oftmals formale Fehler begehen, was zu Beschwerden von Eltern beim ULD führt: Es werden keine oder rechtlich nicht einwandfreie Einwilligungen eingeholt. Oder es werden mit diesen Listen zu viele personenbezogene Daten übermittelt. Für eine solche Liste reicht es aus, die Namen der Schülerinnen und Schüler sowie die Telefonnummer(n) und die E-Mail-Adressen zu erfassen. Die Einwilligung der Eltern kann bereits mit der Anmeldung des Kindes zum Schulbesuch eingeholt werden (vgl. FAQ I-4 ). So ist es der Schulverwaltung möglich, bereits bei der Zusammenstellung der Klasse und der Erstellung der schulverwaltungsinternen Klassenliste die Telefonliste gleich mit auszufertigen.

Wenn eine Schule standardmäßig Vertretungspläne auf der Schulhomepage veröffentlicht und über sonstige unvorhergesehene Ereignisse über die Schulhomepage informiert, ist zu prüfen, ob eine solche Telefonkettenliste (noch) erforderlich ist. Bei der Prüfung der Erforderlichkeit ist insbesondere der Grundsatz von Datenvermeidung und Datensparsamkeit (§ 4 Abs. 1 LDSG) zu beachten. Darüber hinaus wird die Schulverwaltung von Arbeit (Erstellen der Telefonkettenlisten) entlastet.