Mittwoch, 28. Dezember 2016

7: FAQ - Häufig gestellte Fragen

Unter welchen Bedingungen ist die Übermittlung personenbezogener Daten an Jugendberufsagenturen möglich? In welcher Weise dürfen die Schulen mit diesen zusammenarbeiten?

Diese Frage ist Teil der FAQ "Häufig gestellte Fragen zum Bereich Schule"

In immer mehr Kreisen und kreisfreien Städten werden Jugendberufsagenturen gegründet, um heranwachsenden Schülerinnen und Schülern den Übergang von der Schule in den Beruf zu erleichtern.

 

Bei den Jugendberufsagenturen handelt es sich nicht um eigenständige datenverarbeitende Stellen, sondern um Netzwerke verschiedener datenverarbeitender Stellen. In der Regel sind an diesen Netzwerken die Schulen (allgemeinbildende Schulen, berufsbildende Schulen), die Bundeagentur für Arbeit, die Jobcenter, die Städte und Kreise mit ihren Ämtern für soziale Dienste und ggf. weitere Stellen beteiligt. Die Zusammensetzung dieser Netzwerke kann von Kreis zu Kreis und kreisfreier Stadt zu kreisfreier Stadt unterschiedlich sein.

Die Schülerinnen und Schüler können die Angebote der Jugendberufsagenturen annehmen, sind hierzu aber nicht gesetzlich verpflichtet.

Die ersten Informationen über Schülerinnen und Schüler, die aus Sicht der Schule die Unterstützungsleistung der Jugendberufsagenturen aus Sicht der Schule benötigen könnten, kommen in der Regel von der Schule. Eine Datenübermittlung an eine der Stellen innerhalb einer Jugendberufsagentur und der dann erfolgende Austausch der Netzwerkpartner untereinander, ist letztlich jedoch nur auf der Grundlage einer Einwilligungserklärung der Schülerin oder des Schülers bzw. seiner Eltern möglich.

Das ULD hat die in der Jugendberufsagentur Neumünster zusammengefassten Netzwerkpartner beraten und gemeinsam mit diesen ein datenschutzkonformes Verfahren entwickelt.

Es wurden hierfür Vordrucke entwickelt, die Sie hier herunterladen können. Diese Vordrucke darf das ULD nach Rücksprache mit der Jugendberufsagentur Neumünster an dieser Stelle als Muster für andere Jugendberufsagenturen bereitstellen.

In Zusammenarbeit mit der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, allen Bundesländern, dem Deutschen Städtetag und dem Verein für öffentliche und private Fürsorge e. V. und unter Beteiligung aller Landesbeauftragten für den Daten wurde auch eine Arbeitshilfe zum Sozialdatenschutz in Jugendberufsagenturen entwickelt, die Sie hier herunterladen können.