Ab dem 25.05.2018 hat sich die Rechtslage geändert. Diese Webseite enthält noch Verweise auf die bisherige Rechtslage. Sie wird fortlaufend aktualisiert.
Montag, 9. Juli 2018

7: FAQ - Häufig gestellte Fragen

Gehören sonderpädagogische und andere schulärztliche Gutachten in die Schülerakte?

Wie ist der Fall zu beurteilen, wenn das Gutachten von der Schule selbst erstellt wird? Dürfen sonderpädagogische Akteninhalte bei einem Schulwechsel an die aufnehmende Schule weitergeleitet werden?

Diese Frage ist Teil der FAQ "Häufig gestellte Fragen zum Bereich Schule"

 

Die untersuchende Stelle darf der Schule zunächst nur das für diese erforderliche Ergebnis einer Pflichtuntersuchung mitteilen (§ 27 Abs. 4 S. 1 SchulG). Wenn es im Einzelfall für die Beschulung, insbesondere für die individuelle förderung,  erforderlich ist, weitere Daten über Entwicklungsauffälligkeiten und gesundheitliche Beeinträchtigungen übermitteln. Diese Daten dürfen dann in der Schülerakte gespeichert werden.

Besteht sonderpädagogischer Förderbedarf muss vom Förderzentrum eine separate "sonderpädagogische Schülerakte" angelegt werden. In dieser Akte werden die Gutachten und die weiteren Unterlagen gespeichert. Diese Akte wird ausschließlich im Förderzentrum geführt (§ 7 Abs. 2 SchulDSVO).

Im Falle einer inklusiven Beschulung führt diese Schule nur die "normale" Schülerakte". Bei einem Schulwechsel verbleibt diese Schülerakte in der bisher besuchten Schule § 9 Abs. 1 SchulDSVO).

Wenn jedoch ein Wechsel von einem Förderzentrum zum nächsten erfolgt, darf die komplette "sonderpädagogische Schülerakte" übermittelt werden (§ 9 Abs. 1 letzter Satz SchulDSVO).