Ab dem 25.05.2018 hat sich die Rechtslage geändert. Diese Webseite enthält noch Verweise auf die bisherige Rechtslage. Sie wird fortlaufend aktualisiert.
Freitag, 25. Mai 2018

7: FAQ - Häufig gestellte Fragen

Dürfen dienstlich bereitgestellte personenbezogene E-Mail-Adressen der Lehrkräfte auf der Schulhomepage veröffentlicht werden?

E-Mail ist mittlerweile, wie bei jeder anderen öffentlichen Stelle, ein Kommunikationsweg der Schulen. Nicht nur die Schulverwaltungen sind mittels E-Mail erreichbar. Auch die Lehrkräfte kommunizieren im Rahmen ihrer dienstlichen Aufgabenstellung mit Schülerinnen, Schülern, Eltern und anderen Stellen.

Es ist weltweit üblich, dienstliche E-Mail-Adressen nicht nur  zu personalisieren, sondern auch gleichzeitig die Stelle zu benennen (z. B. Vorname.Nachname @SchuleXYZ.de).

Ebenso kann es erforderlich sein, dass diese dienstlichen E-Mail-Adressen auf der Webseite der Stelle veröffentlicht werden, damit Betroffene, die mit dieser Stelle Kontakt aufnehmen wollen, die Möglichkeit haben, sich dort die richtige oder den richtigen Ansprechpartner/in direkt auszuwählen.

Hält es eine Schulleitung für die Aufgabenerfüllung erforderlich, die dienstlich bereitgestellten personalisierten E-Mail-Adressen der Lehrkräfte auf der Schulhomepage zu veröffentlichen, ist dies datenschutzrechtlich zulässig.

Die Lehrkräfte sind im Rahmen ihrer Funktion sog. „Amtswalter“, die mit der Erfüllung einer dienstlichen Aufgabe betraut sind. Wenn es zur Erfüllung dieser Aufgabe (auch) erforderlich ist, direkt mittels E-Mail erreichbar zu sein, steht es der Schule als Dienststelle des Landes frei, die entsprechenden E-Mail-Adressen auf der Schulhomepage zu veröffentlichen.

Zu dieser Fragestellung hat das Bundesverwaltungsgericht bereits im Jahr 2008 ein entsprechendes Urteil gefällt, das nach Auffassung des ULD auch für den Schulbereich gilt[Extern].

Weitere Informationen zur E-Mail-Kommunikation finden Sie hier.