Dienstag, 6. Dezember 2016

Drohnen: Grenzen des Fliegens

Eine  Drohne geschenkt zu bekommen, bringt meist mehr Rechtsprobleme mit, als viele  Schenker und Beschenkten ahnen. Neben Versicherungspflichten, Haftungsfragen,  Urheberrechtsproblemen und Aufstiegsgenehmigungen sind es bei Modellen mit  Kamera auch Datenschutzanforderungen, die beachtet werden muss.

Wer  fremde Menschen aus der Luft fotografiert oder filmt, muss deren  Persönlichkeitsrechte beachten. Dabei kann schon das Erstellen der Bilder  problematisch sein, wenn über Zäune hinweg Menschen auf ihrem Grund und Boden  in ihrer Privatsphäre aufgenommen werden. In der Regel muss man als Betroffener  solche Aufnahmen nicht dulden und kann sich beschweren. Manch einer mag sogar zur  „Selbsthilfe“ greifen, um diesen „Angriff“ des Drohnenpiloten abzuwehren.
  Noch  gravierender ist der Eingriff, wenn die Bilder später sogar etwa in sozialen  Netzwerken oder auf anderen Webseiten veröffentlicht werden. Das Recht am  eigenen Bild der Betroffenen gebietet es, dass diese in der Regel zuvor um ihre  Erlaubnis gefragt werden. Dies kann allenfalls entfallen, wenn die Menschen so  klein abgebildet werden, dass sie nur unwesentliches Beiwerk zu einer  Landschaft sind. Bei der Auflösung heutiger Kameras ist das jedoch nur noch  selten der Fall.

Wer auf  Nummer Sicher gehen will, der sollte seine Drohne nur von ausgewiesenen  Modellflugplätzen oder zumindest außerhalb bewohnter Gebiete fliegen lassen.  Will man doch etwa das eigene Grundstück von oben aufnehmen und kann nicht  ausschließen, dass auch Nachbargrundstücke eingefangen werden, sollte man  vorher bei den Nachbarn um Verständnis und Erlaubnis bitten. Vielleicht sind diese  sogar an Ihren Aufnahmen interessiert!